Spielberichte U17

 

RWH : Einheit zu Pankow
1 : 6 (0:3)
Tabellenletzter gegen Aufsteiger, da scheint eigentlich alles klar zu sein. Im Hinspiel auswärts
eine deutliche 10:0 Klatsche kassiert, war unser Plan diesmal, einstellig zu bleiben, selbst Tore
zu schießen und wenigsten den Versuch zu wagen, ein Wunder zu vollbringen, entweder
unentschieden oder gar Sieg. Ja, das sind ambitionierte Ideen, aber die muss man haben,
denn ohne hat man schon verloren, bevor man auf dem Platz steht.
Der Fokus in den Trainingseinheiten der letzten Wochen lag klar auf einem offensiven
Powerplay und genau das wollten wir heute auf den Platz bringen.
Pankow musste und wollte gewinnen, wir genauso. Und so ging es von der ersten Minute an
auch richtig zur Sache. Wir machten sofort extremen Druck nach vorne und standen auch
direkt nach 2 Minuten das erste mal in der Nähe des gegnerischen Tores. Man konnte
Pankow die Überraschung direkt ansehen. Und wir ließen nicht nach, klärten hinten
souverän die Bälle und pressten gewaltig nach vorne, schoben das Spiel immer wieder in die
Hälfte des Gegners.
Wahnsinn!
Und so brauchte Pankow dann tatsächlich 27 Minuten, bis sie den ersten Treffer erzielen
konnten. Den aber nicht sauber rausgepielt, sondern durch einen Einwurf an unserer
Strafraumgrenze. Und solche Einwürfe sieht man selten, Carsten Stahl sein Vadda wirft nicht
weiter! Direkt vors Tor geworfen und dann glücklich per Kopf rein. Oha. Das zweite Tor auf
fast die gleiche Weise, nur dass diesmal ein Spieler von uns dazwischen funken wollte und
das Ding unglücklich selbst rein machte, Shit happens. In der 40. Minute kurz vor dem
Halbzeitpfiff genau das gleiche Szenario, Einwurf an der Strafraumgrenze, weit in den 5er
Raum und zack verwandelt. Ärgerlich. Aber der schwache Trost dabei war, dass es zumindest
spielerisch bis dahin sehr ausgeglichen war und wir das Spiel noch hätten drehen können.
Erwartungsgemäß hatte Pankow in der zweiten Halbzeit dann umgestellt und nun wurde es
zunehmend schwerer für uns. Langsam machte sich auch die körperliche Überlegenheit des
älteren Jahrgangs bemerkbar und natürlich, das Pankow wesentlich mehr Erfahrung hatte.
Aber wir ließen nicht nach, kämpften uns immer wieder vor das gegnerische Tor, erzielten
Chancen und konnten somit in der 71. Minute den hart verdienten Ehrentreffer erzielen. Das
Endergebnis von 1:6 geht in Ordnung, auch wenn man daraus nicht zwingend erkennt, dass
wir unser bisher stärkstes Spiel gemacht haben.
Ein guter, fairer Gegner nimmt die Punkte mit nach Hause, wir aber das gute Gefühl, bis zur
letzten Minute gekämpft zu haben.
Nachtrag: Karma schlägt immer zurück, Britz verliert und steigt also trotzdem ab, Spiele
manipulieren lohnt sich eben nicht. Bäääähm, in.your.face!!
Jan Zabell / Trainer

 

FCK Frohnau vs. RWH
2 : 3
Torschützen:
25‘ 0 : 1 Justin Tutschek (2)
57‘ 1 : 2 Justin Tutschek (2)
63‘ 2 : 3 Mathias Tran (16)


Heute mussten wir nach Frohnau, um endlich die dringend benötigten Punkte einzufahren,
damit der Abstieg verhindert werden kann. Ein schwieriges, aber nicht aussichtloses
Unterfangen, denn wir hatten bereits im Hinspiel gewonnen. In der Woche zuvor hatten wir
im Spiel gegen Blankenburg zwar noch verloren, aber deutliche Ansätze zu einem
druckvollen Spiel mit Torgefahr gezeigt, vor allem, weil der Teamgeist da war und der Wille
zum Sieg. Das galt es heute auszubauen. Und so waren tatsächlich alle Spieler pünktlich und
voll motiviert am Start. Wir hatten in der Aufstellung einiges umgestellt und so musste
manch einer auf ungewohnter Position spielen und damit seine Komfortzone verlassen, wenn
wir gewinnen wollten. Und das gelang uns dann tatsächlich vom Start weg gut. Wir kamen
schnell ins Spiel und machten gewaltig Druck nach vorne, gingen immer wieder konsequent
an den Gegner, holten uns die Bälle und spielten schöne Kombinationen. Nach Ballverlusten
wurde sofort nachgegangen, um wieder in den Ballbesitz zu gelangen. Die Abwehr stand gut
und ließ dem Gegner kaum Möglichkeiten zum Torschuss und die wenigen Chancen, die der
Gegner dann hatte, wurden vom Torwart rigoros zunichte gemacht. Und so musste die
Führung unvermeidbar kommen, ein schönes 0 : 1 Tor durch Justin. Kurz vor der Halbzeit
bekam der Gegner einen Elfmeter geschenkt, verdient war der jedenfalls nicht wirklich und
konnte den leider auch verwandeln. Im Gegensatz zu früheren Spielen brachen wir aber
diesmal nicht zusammen, sondern wollten unbedingt wieder in Führung gehen. Also gingen
wir in der zweiten Halbzeit mit dem gleichen Siegeswillen an die Arbeit wie in der ersten
Halbzeit und belohnten uns dafür in der 57. Minute wieder durch Justin mit dem 1 : 2. Kurz
darauf bekam der Gegner in der 61. Minute erneut vom Schiri einen Elfmeter geschenkt, mit
Schleife, denn wo da ein Elfer gewesen sein soll, weiß außer dem Schiri wohl niemand. 2 : 2,
das war bitter, aber stachelte uns nur erneut an, den Vorsprung wiederherzustellen. Zwei
Minuten später wars dann soweit, Matze, sonst TW, spielte heute als Stürmer und
verwandelte nach einer Ecke mit dem Kopf zum 2 : 3. Inklusive Nachspielzeit waren jetzt
noch 20 Minuten zu spielen und nach Möglichkeit kein Tor mehr zu kassieren. Es gelang uns
durch großen Einsatz von allen den Stand von 2 : 3 bis zum Abpfiff zu halten und die hart
erkämpften 3 Punkte mit ins Wuhletal zu nehmen. Es hat fast eine ganze Saison gedauert,
um diesen Teamgeist und Siegeswillen zu formen, aber letztlich gibt der Erfolg recht und so
bleibt zu hoffen, dass wir am letzten Spieltag zu Hause gegen Pankow noch einmal so
auftreten und damit vielleicht das Unmögliche geschehen lassen, einen Sieg.
Jan Zabell / Trainer U17

RWH vs. Spandauer Kickers
3 : 1 

 

Ich bin kein großer Freund von öffentlichen Spielberichten, das ist bekannt, aber diesen hier hat sich die Mannschaft verdient.

Die Ausgangslage war diesmal denkbar schlecht, wir kämpfen gegen den Abstieg, die letzten Spiele wurden alle unnötig verloren. Die Moral im Keller, absolut kein Teamgeist, keine Leistungsbereitschaft im Training – die Quittung dafür sind die Ergebnisse im Spiel, incl. unnötiger roter Karten. Dann vor einer Woche eine Mannschaftssitzung, ganz klare Worte, Ansagen mit der Benennung eindeutiger Konsequenzen. Gleichzeitig wurde aber auch durch den Trainer bekräftigt, dass er dieses Team nicht aufgibt und die Spieler erfolgreich machen will. Der Appell an die innere Haltung, den Teamgeist scheint dann doch angekommen zu sein, denn am Spieltag lief eine Mannschaft auf, die kaum wiederzuerkennen war. Zwar spielten wir ohne Auswechsler und einer unserer beiden Torhüter (Shawn) musste in die Abwehr, aber das Team war eben eins, puschte sich gegenseitig, spielte zusammen und kaum Ego, half sich gegenseitig und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. So kam in der 17. Minute folgerichtig das 1:0 durch Oskar (Abwehr) und wir konnten diesen Spielstand mit in die Halbzeitpause nehmen. In der 2. Halbzeit legte sich der Gegner nochmal mächtig ins Zeug und das Spiel war recht ausgeglichen, dementsprechend der Ausgleich in der 61. Minute auch gerechtfertigt. Wäre die Partie so zu Ende gegangen, wäre das ok gewesen, die Spielanteile nahezu gleich verteilt. Aber wir schafften es noch mal, eine Schippe drauf zu legen und konnten so dass 2:1 in der 72. Minute durch Shawn (Abwehr) erzielen. Der Gegner wechselte mehrmals ein, warf ausgeruhte Spieler ins Rennen, aber am Ende war der Wille zum Erfolg bei uns auch ohne Einwechsler größer, alle gaben ihr Bestes. Und so konnte dann kurz vor dem Schlusspfiff in der 80. Minute Nino noch das 3:1 durch ein tolles Kopfballtor erzielen. Ein wichtiger Erfolg, den die Mannschaft ausgelassen feiern konnte. Nun heißt es diesen Teamgeist in die folgenden Spiele mitzunehmen, denn noch sind wir in absoluter Abstiegsgefahr. Aber die Weichen sind gestellt.