Spielberichte U14

 
 

BFC Meteor 06 – RWH
5 : 1 (1:1)


Zu diesem Spiel müsste man Romane schreiben und eigentlich auch einen Sonderbericht an
den Verband. Das man, spielt man bei Meteor, dort nicht mit Gastfreundschaft und schon
gar nicht mit Fairness rechnen darf, ist uns aus Erfahrung bekannt, aber was uns dann dort
erwartete, toppte jede Vorstellung. Man müsste beim skandalösen Spiel der B Jugend gegen
Blankenburg anfangen, wo es zu so krassen Szenen kam wie man sie selten erlebt als Trainer.
Blankenburg hat gezeigt, wie man Unfair buchstabiert. Warum man das erwähnen muss? Bei
unserer Ankunft wurde ich als Trainer vom Schiedsrichter begrüßt mit den Worten „Ach du
bist doch der Trainer der B Jugend von Hellersdorf“, fett grinsend. Der Schiedsrichter selbst
war ein Spieler eben jener Blankenburger B Jugend, die sich bei uns auf dem Platz so
wahnsinnig aggressiv verhalten hatte. Damit war klar, was uns erwartet: Spiel kaputt pfeifen
mit Ansage. Und genau so kam es auch. Beleidigungen durch den Gegner schon vor dem
Anpfiff ohne jede Reaktion vom SR. Fast direkt vom Anpfiff an dann das Gleiche auf dem
Spielfeld, Beleidigungen der übelsten Sorte untereinander beim Gegner, gegen den eigenen
Trainer und gegen uns, ohne Reaktion vom SR. Wir waren darauf eingestellt und bleiben
cool. Wir wollten die Antwort spielerisch geben und das taten wir auch. Druck nach vorne,
immer wieder und konsequent. Dann in der 12. Minute musste unser erster Spieler vom
Feld, nach einem derben Ellenbogen ins Gesicht sah er nix mehr, Brille kaputt. Gelbe Karte
oder wenigstens Ermahnung? Denkste! Egal, 13. Minute dann eben ein Tor durch Noman,
wir führen 0:1, so geht das! Und weiter Druck, immer nach vorne pressen, den Gegner nicht
zur Ruhe kommen lassen. Funktioniert auch gut, der wird immer nervöser, wechselt im
Minutentakt, weil die Spieler sich untereinander beschimpfen, gut für uns. Den SR
interessiert das aber nicht, Pfeife und Karten hat er wohl in der Kabine gelassen bzw. findet
die nur, wenn er uns stoppen will. Tut er auch immer wieder. Dann in der 34. Minute ein
klares Abseits, sieht er aber nicht so, und gibt Meteor das Tor, 1:1. Halbzeit.
Die zweite Halbzeit geht so weiter wie die erste, Meteor und SR im Team vereint zelebrieren
Unsportlichkeit in Reinform. Beleidigungen werden nicht geahndet, jetzt kommen
Tätlichkeiten dazu. Karte? Denkste! 45. Minute wieder klares Abseits des Gegners, Tor zählt
dennoch. So langsam merkt man, dass das was mit unseren Spielern macht, wer kanns
verdenken. Dennoch kämpfen wir weiter, das hat Respekt verdient. Ein absichtlicher Tritt ins
Gesicht von Noman ist dann der Gipfel, Blut fließt, aber das ist das einzige Rot, eine Karte
gibt’s dafür jedenfalls nicht. Der Gegner wirft einem Spieler von uns den Ball absichtlich ins
Gesicht, keine Karte, trotz Vorbelastung durch Gelb (zwischendurch gabs nämlich doch mal
eine). Und so geht es munter weiter.
Endstand 5:1 – Unverdient.
Fazit: 3 verletzte Spieler bei uns, traurige Jungs, die um den verdienten Lohn ihres wirklich
guten Spiels gebracht wurden und ein SR, der auf Nachfrage behauptet, dass es im
Nachwuchs Bereich keine roten Karten gibt. Kotzgrenze überschritten. Respekt an meine
Spieler!
Jan Zabell / Trainer

 

JFC Berlin– Rot Weiß 90 Hellersdorf
6:0
(3:0)

 

Ausgangslage:

Unsere U14 stand noch im August kurz vor der Auflösung, 5 Spieler des Jahrgangs 2008 hatte der ehemalige Trainer hinterlassen. Also hieß es, Ärmel hoch zu krempeln und neu aufzubauen. Stand heute sind nun 23 Spieler auf dem Platz. Alle hoch motiviert und heiß auf das Spielen. Das Team ist nicht im Spielbetrieb und so sind wir auf gelegentliche Testspiele angewiesen. Ganz bewusst entscheiden wir uns hier aber für hochklassige Gegner, denn an starken Aufgaben kann man nicht scheitern, sondern nur wachsen. So sieht es die ganze Mannschaft. Da wir einen eigenen Torwart erst ausbilden müssen, werden wir derzeit noch von einem Torwart aus der U15 unterstützt, damit wir ab Februar an der Rückrunde im Punktspielbetrieb teilnehmen können.

Spieltag:

Gegner war heute die U15 (Verbandsliga) des JFC Berlin, eine starke Ansage an unser Team. AAAAABER….. bereits nach 50 Sekunden nach Anpfiff standen wir vor dem gegnerischen Tor und schossen, leider etwas glücklos. Keine Minute später schoss schon der zweite Schuss von uns auf das Tor des JFC. Das hatte so ehrlich gesagt niemand erwartet. Mit viel Druck machten wir weiter, brachten den Gegner immer wieder in Bedrängnis. Letztlich konnte der JFC aber seine Erfahrung in der viel höheren Spielklasse dann auch nutzen und die entsprechenden Tore erzielen. Es gab aber 3 Abseitsentscheidungen für uns, während wir nicht einmal im Abseits standen. Zur Halbzeit gingen wir mit einem 3:0 in die Kabine. Dort motivierten wir uns noch einmal gegenseitig, behandelten kleinere Blessuren und dann ging es frisch gestärkt wieder raus auf den Rasen.

Mit gleich hoher Motivation spielten wir gegen einen starken Gegner, drängten ihn jedoch immer wieder in den eigenen Strafraum zurück und suchten den Torabschluss, leider wieder ohne den erhofften und auch wirklich verdienten Erfolg. Ein sehr unglücklicher, eher verzweifelter Handelfmeter trübte die Stimmung kurzzeitig, aber wir schafften es, uns wieder zu sammeln. Und so kämpfte die Mannschaft bis zur letzten Minute in der Hoffnung, das wohlverdiente Tor doch noch zu erzielen. Auch wenn uns das nicht gelungen ist und wir gegen einen zunehmend unsportlichen Gegner (versteckte Fouls, Beleidigungen) spielten, bewies das Team, dass es als Mannschaft zusammen ein gemeinsames Ziel verfolgt, die Ruhe bewahrt und untereinander fair bleibt. Das zeigt, dass wir gut ausbilden. Und darum geht es letztlich für uns, zu sehen, wo wir stehen, was wir schon können und woran wir arbeiten müssen. Das Team hat bewiesen, dass es schon viel gelernt hat und dass man in der Rückrunde viel erwarten darf. Hauptziel bleibt, den Jahrgang 2008 fit zu machen für die nächste Saison als U15 in der Bezirksliga oben mitzuspielen.