Spielberichte E Mädchen

FC Arminia Tegel – FV Rot-Weiß ’90 Hellersdorf e.V.

(0:5)

0:11

Nach einigen Wochen Pause stand am vergangenen Sonnabend das fünfte Saisonspiel an, auswärts beim FC Armina Tegel. Bereits am Vorabend beim Training freuten sich die Mädchen auf das Spiel, fieberten dem Spiel nach der langen Pause förmlich entgegen. In der Startformation standen Klara (Tor), Jane, Neele, Abby, Celina, Matia und Hadia. Zunächst auf der Bank waren Feeni und Aimée. Matia führte das Team als Kapitän an. Erstmals in dieser Saison gingen wir als Favorit in das Spiel, Gegner war der Tabellenletzte aus Tegel. Aber Achtung, jemanden zu unterschätzen hat schon viele Favoriten zu Fall gebracht und bei -4 Grad sowie hart gefrorenem Platz galt es, die Bedingungen erst einmal anzunehmen.

Die Ausrichtung für das Spiel war also klar. Der Gegner sollte von Beginn an unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden. Wir wollten das Spiel bestimmen und auch spielerische Akzente setzen. Mit Spielbeginn setzte das die Mannschaft dann auch sofort um. Der Gegner kam kaum aus der eigenen Hälfte und somit ergaben sich Chancen im Minutentakt. In Minute sieben war es dann endlich soweit und Matia erzielte mit einem strammen Schuss ins linke Eck das 0:1. Dann kam der Auftritt von Abby mit einem lupenreinen Hattrick. Sie erhöhte mit Hilfe der Mannschaft die Führung innerhalb von sechs Minuten auf 0:4 (9., 12. und 15. Spielminute). Neben dem Hattrick imponierte ihr Torjubel, der war wie bei den Profis und trotz gefrorenem Boden zeigte sie den Knie Slide… Das Spiel wurde fortan etwas unruhiger und zerfahrener. Eine der vielen Chancen nutzte Matia faktisch mit dem Halbzeitpfiff zum 0:5. Was bleibt in Halbzeit eins noch zu sagen… Auf dem Platz fielen Worte und Beleidigungen, die dort nichts zu suchen haben und zu Tränen führten. Auch das ist heute leider Realität im Kinderfußball. Folglich kam die Halbzeit zur richtigen Zeit und wir Trainer verständigten uns zu den Vorkommnissen. Ein Lob hier zum Trainerteam des Gegners. Auch wir sprachen das Verhalten untereinander und gegenüber dem Gegner in der Kabine deutlich an.

Wer nun meint, alles perfekt und wir führen souverän 0:5, sieht sich getäuscht. Der Gegner war deutlich unterlegen und unser Team verlor die Grundordnung, es wurde die Einzelaktion gesucht und wir stellten das Fußballspielen als Einheit ein. Also ging es mit der Vorgabe in Halbzeit zwei, dass wir gemeinsam Fußball spielen und nicht das Ergebnis zählt. Das Team hatte es verstanden und ging an die Umsetzung. Es wurde nicht mehr die Einzelaktion, sondern der Blick für den freien Mitspieler gesucht. Das führte zu vielen Chancen für alle, ehe Matia mit einem Doppelpack in der 30. und 34. Spielminute auf 0:7 erhöhte. Man spürte den Spaß und Abby erhöhte in der 36. Spielminute mit einem tollen Schuss auf 0:8. Letztlich krönte Matia ihr überragendes Spiel mit dem zweiten lupenreinen Hattrick des Spiels ihre sehr gute Leistung. Mit ihren drei Toren in der 40., 41. und 49. Spielminute setzte sie den Schlusspunkt zum verdienten 0:11.

Zum Abschluss vier Anmerkungen als Fazit:

Es gab nicht ein Wort von den Mädchen zu den wirklich eisigen Temperaturen von -4 Grad und dem gefrorenen Boden. Noch vor ein paar Monaten störte sie jeder Regentropfen, jeder Sonnenstrahl, die Wärme, der Wind oder sonstige Einflüsse. Jetzt haben sie, egal welches Wetter, einfach Spaß am Fußball spielen. Was für eine beeindruckende Entwicklung.

Sie haben die Aufgabe souverän gelöst, den Tabellenletzten dominiert und verdient gewonnen. Die ersten beiden lupenreinen Hattricks dieser Mannschaft, die sie als Einheit erspielt haben. Das erste Spiel ohne Gegentor, eine tolle Abwehrleistung von Neele und Jane, der Torhüterin Klara und der gesamten Mannschaft, die trotz dem Drang, in solch einem Spiel alle Tore schießen zu wollen, geschlossen nach hinten gearbeitet hat. Fünf Spiele, nur eine Niederlage, zwei Unentschieden und zwei Siege. Was für eine beeindruckende Bilanz.

Schließlich nach Spielende, die für mich beeindruckendste Szene des Tages. Nach dem Verabschieden beider Teams durch die Worte der jeweiligen Trainer bat Matia als Kapitän unseres Teams um das Wort. Sie entschuldigte sich im Namen des gesamten Teams für eventuell geäußerte Beleidigungen oder Fehlverhalten. Ich rede viel mit den Mädchen und wir leben eine Wertekultur. Das jedoch ein Mädchen mit 10 Jahren und dieses Team die Größe haben, sich direkt nach dem Spiel gegenüber dem Gegner so zu äußern, zu reflektieren, sich zu entschuldigen, das verdient höchsten Respekt und Hochachtung. Was für ein Kind, was für ein Kapitän, was für ein Team.

Wir alle fordern viel von unseren Kindern, auch ich als Trainer von der Mannschaft. Es geht uns darum, aus ihnen großartige Menschen dieser Gesellschaft zu machen. Letztlich ist es aber für sie auch nicht leicht, in der heutigen Zeit, in der oberflächlichen und egoistischen Gesellschaft, ihren Platz zu finden. Woche für Woche zeigen sie uns Eltern und dem Trainerteam, was sie für tolle Menschen sind und was in ihnen steckt. Egal wie die letzten drei Spiele der Hinrunde laufen, ich bin stolz auf dieses Team. Ich bin stolz auf ihre Leistungen, ich bin stolz auf ihre Entwicklung, ich bin stolz auf ihre Einstellung und ich bin stolz darauf, wie sie miteinander umgehen. Sie entwickeln sich zu tollen Menschen und Sportlerinnen, die dabei für sich eine Wertekultur schaffen. Das schafft Mannschaftssport wie Fußball und ich glaube in euer aller Namen sprechen zu können… Das macht uns als Verein, Trainer und Eltern einfach stolz. Danke für diese schönen Momente an die Mädchen…

BSV Eintracht Mahlsdorf – FV Rot-Weiß ’90 Hellersdorf e.V.

(4:0)

7:0

Am vierten Spieltag waren wir beim Tabellenführer Eintracht Mahlsdorf zu Gast. In der Startformation standen Klara, Jane, Neele, Abby, Aimeé, Matia und Hadia. Zunächst auf der Bank waren Celina, Feeni und Yuma.

Wir nahmen uns vor, dem vermeintlich übermächtigen Gegner möglichst lange mit Kampf und Leidenschaft entgegenzustehen. Bereits in den ersten Minuten wurde ersichtlich, dass es hier mehr als einen Klassenunterschied gab. Der Gegner war uns spielerisch völlig überlegen und wir kamen nur in Ausnahmesituationen in die Mahlsdorfer Hälfte. Hinzu kam ein viel zu großes Spielfeld, was nicht dem E-Mädchen Spielbetrieb entsprach. Es geht aber nicht darum, hier Ausreden zu finden, wir wären auch auf einem kleineren Feld chancenlos gewesen.

So war es dann in der 9. Spielminute soweit und wir gerieten durch ein Eigentor in Rückstand. Die Mädchen kämpften weiter und versuchten, nicht nur Angriffe des Gegners abzuwehren, sondern auch Nadelstiche nach vorne zu setzen. Die Übermacht des Gegners war aber zu groß und so gerieten wir durch drei Tore in vier Minuten (20., 23, und 24 Spielminute) mit 0:4 in Rückstand. Der Ehrgeiz, die daraus resultierende Enttäuschung und vielleicht auch die abwertenden Kommentare der Mahlsdorfer Eltern gegenüber uns führten dann zu einer Spielunterbrechung durch mich, da unsere Torhüterin Klara weinend zusammenbrach. Nach ein paar Minuten konnte es dann weitergehen. Schließlich gingen wir mit 0:4 Rückstand in die Halbzeitpause. Fast alle Mädchen brachen auf dem Weg in die Kabine oder in der Kabine weinend zusammen und so galt es, die Mädchen wiederaufzubauen und mit Mut sowie Kampf in die zweite Halbzeit zu schicken.

Was ist zur zweiten Halbzeit zu sagen… Die Überlegenheit blieb bestehen und wir bekamen in der 35., 37. und 40 Spielminute noch drei Gegentore zum 0:7 Endstand. Aber wer nun dachte, die Mädchen brechen in der 2. Halbzeit ein, sah sich getäuscht. Sie kämpften um jeden Ball und um jeden Meter, sie wehrten sich tapfer und wollten jedes Gegentor verhindern, sie versuchten sogar das Ehrentor zu erzielen – und das bis zum Schlusspfiff!

Das Fazit für dieses Spiel. Nach zwei Unentschieden und einem Sieg gab es nun die erste Niederlage. Es gab Frust, Tränen sowie Wut und wir haben erkennen müssen, dass es Rückschläge gibt, spielerisch und auch im Zusammenhalt als Team.

Was bleibt ist aber auch die Erkenntnis, dass wir mit den E-Mädchen ein tolles Team haben, was voller Engagement, Ehrgeiz und Willen ist. Eine Mannschaft, die nicht aufgibt, auch wenn sie voller Tränen zusammenbrechen. Nach dem Spiel kam die Frage der Kinder an mich als Trainer, ob sie mich enttäuscht hätten oder ich böse auf sie bin? Ich glaube diese Frage spricht Bände… Meine Antwort: Ich bin nicht böse oder enttäuscht. Im Gegenteil. Ich bin stolz auf euch! Ihr habt den ersten und schmerzlichsten Moment als Mannschaft erlebt, nie aufgegeben, bis zur letzten Sekunden gekämpft und trotz Chancenlosigkeit nie den Willen verloren. Ich bin auch nach dieser Niederlage stolz auf die Mädchen und stolz Trainer dieses Teams zu sein.

Abschließend noch ein Satz zu den Eltern dieser Mädchenmannschaft. An jedem Spieltag stehen die Eltern, Familien, Freunde der Kinder, die spielberechtigt sind, aber auch die Eltern und Kinder, die in der Probephase sind am Spielfeldrand und unterstützen die Mädchen großartig. Sie spielen jede Woche vor einer unglaublichen Kulisse und einem tollen Publikum. Und an diesem Sonnabend habt ihr mir und den Kindern den emotionalsten Moment als Trainer beschert, sodass ich Tränen in den Augen hatte. Nach einer kurzen Spielanalyse auf dem Platz war es mir wichtig, dass wir gemeinsam als Team den Platz verlassen. Als die Mädchen dann Richtung Spielfeldrand gingen, habt ihr eine Gasse für die Mädchen gebildet und sie empfangen. Unter wahnsinnigem Applaus und aufbauenden Worten sind die Mädchen dann durch diese Gasse in die Kabine gelaufen. Was für ein wundervoller und emotionaler Moment durch euch! Ich habe diese Momente noch nie erlebt. Danke im Namen der Kinder und auch von mir an euch alle! Ihr seid die besten Eltern der Welt und die Mädchen zwar nicht der Sieger in Mahlsdorf, aber der Sieger eurer Herzen!

Abschließend ein letzter Satz… Wir sind mit abwertenden Äußerungen empfangen worden und in der ersten Halbzeit hat man uns provoziert und beleidigt, weil wir aus Hellersdorf kommen. Alle sind ruhig geblieben, auch wenn das verletzend war. Aber unsere Leidenschaft, unser Wille und unser emotionaler Auftritt ließen sich das Blatt mit der Spielunterbrechung in der ersten Halbzeit ändern. Während der Halbzeit und insbesondere nach Spielende bekam unser Team Lob und Anerkennung. Schließlich sagte man mir, dass man es noch nie erlebt hätte, dass ein Team nach einer so deutlichen Niederlage mit Applaus und Standing Ovations verabschiedet wurde. Lieber Eltern, Familien, Freunde, Probekinder… das war kein Niveau E-Mädchen Landesklasse, das war ganz, ganz groß und ihr habt Champions League Niveau!

FV Rot-Weiß ’90 Hellersdorf e.V. – Hertha 03 Zehlendorf

(3:3)

5:5

 

Am vergangenen Sonnabend stand unser drittes Saisonspiel, das zweite Heimspiel auf dem Spielplan. Gegner war der Tabellenzweite, das sehr starke Team von Hertha 03 Zehlendorf.

 

Die Startformation bildeten Yuma, Neele, Jane, Klara, Matia, Celina und Abby. Zur Einwechslung standen Aimeé, Hadia und Feeni bereit.

 

Bereits das Aufwärmen begann bei kalten Temperaturen sowie strömenden Regen. Somit waren alle schon vor Anpfiff der Begegnung klitschnass. Warum betone ich das? In den letzten Monaten war es nicht selbstverständlich, bei diesem Wetter ein Team auf den Platz zu bekommen, was sich dem Wetter stellt und Lust hat Fußball zu spielen. Dafür vorab ein Kompliment an alle Mädchen und auch an die Eltern!

 

Bei Regen und Wind ging es schließlich los und die Mädels setzten sofort die Strategie um, dem Gegner keinen Meter Raum ohne Kampf zu überlassen. Unser Team begann wie die Feuerwehr und drückte den Gegner in deren Hälfte, attackierte sofort und versuchte mutig und selbstbewusst, nach vorn zu spielen. Der Gegner war überrascht sowie beeindruckt und so erzielte Matia bereits in der 4. Minute und 7. Minute einen 2:0 Vorsprung. In der Folge zeigte Hertha 03 Zehlendorf dann, warum sie als Tabellenzweiter angereist waren. Der Druck wurde größer und die spielerische Überlegenheit deutlich sichtbar. Trotz bravouröser Gegenwehr drehte Hertha 03 Zehlendorf das Spiel in nur 11 Minuten (8, 16,19) mit einem lupenreinen Hattrick. Die Mädels waren sichtlich geschockt und verloren etwas die Organisation, war es doch der erste Rückstand in einem Punktspiel.

 

Doch diese Mannschaft hat Herz und Leidenschaft. So kämpften sie sich ins Spiel zurück und steckten den Rückschlag großartig weg. Der Lohn war der 3:3 Ausgleich durch Matia in Minute 22. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

 

Beide Mannschaften lieferten sich in der Folge einen harten Kampf um jeden Ball und jeden Meter. Und so war es wieder der Gegner, der in Minute 30 zur Führung traf. Aber diese Mannschaft hat eine unglaubliche Entwicklung genommen. Sie gaben sich nicht auf, im Gegenteil. Es wurde hart aber fair um jeden Ball gekämpft und gegen einen spielstarken Gegner dagegengehalten. Und dieses Team belohnt sich… So war es nur drei Minuten nach dem Rückstand Abby, die den Ausgleich erzielte. Mit der Energie im Rücken fiel sogar das 5:4 durch Matia – die Führung in der 38. Minute unter tosendem Applaus der Zuschauer. Schließlich war es dann ein aufgenommener Rückpass und der daraus resultierende Freistoß, welcher zum 5:5 Ausgleich in der 42. Minute führte. Bis zum Schlusspfiff lieferten sich beide Mannschaften einen packenden Fight.

 

Was bleibt als Fazit für dieses Spiel: Unsere E-Mädchen haben gegen spielstarke Zehlendorfer mit Kampf und Leidenschaft nicht nur dagegengehalten, sondern waren einem Sieg, einer riesen Überraschung sehr nahe. Was diese Mannschaft an diesem Tag geleistet hat, war einfach überragend. Und somit war der Punktgewinn für mich ein gefühlter Sieg. Wie diese Mannschaft sich in nur wenigen Monaten entwickelt hat, wie sie dem Ziel folgen, welchen Willen und welche Leidenschaft sie entwickeln, ist großartig und macht einfach stolz. Allen 10 Mädchen gebührt höchsten Respekt für diese Leistung. Jede hat alles gegeben und sich für den Erfolg in ein harmonisches Team eingefügt. Eine tolle Mannschaft, ein noch viel größeres Team… Wir dürfen gespannt sein, wie diese Entwicklung weitergeht. Stand jetzt ist der Lohn, ungeschlagen mit 5 Punkten aus drei Spielen und Tabellenplatz 5.

FV Rot-Weiß ’90 Hellersdorf e.V. – FFC Berlin 2004 II

5:1

(1:0)

Nachdem alle Mädchen am vergangenen Sonnabend ihr allererstes Punktspiel beim Friedenauer TSC bestritten und dort ein großartiges 0:0 erzielt hatten, stand nun das erste Heimspiel ihres Lebens auf dem Programm. Gegner am vergangenen Sonnabend war kein geringerer als der FFC Berlin.

In der Startformation standen Yuma (Tor), Neele, Jane, Klara, Abby, Feeni und Matia. Zunächst auf der Bank nahmen Hadia, Celina, Aimeé und Pleasure Platz.

Unsere Mädchen begannen engagiert, hielten sich perfekt an die taktischen Vorgaben und versuchten, spielerische Akzente zu setzen. Bis zur 15. Spielminute war es ein offenes Spiel, was hin und her ging. Beide Mannschaften versuchten aus einer gut organisierten Abwehr, Akzente nach vorn zu setzen. Insbesondere die starke Abwehrleistung und unserer Torhüterin Yuma war das offene Spiel zu verdanken.

Nach der ersten Viertelstunde wurde der Druck unserer Mädchen größer und somit erzielte Abby folgerichtig in Minute 19 das allererste Tor unserer E-Mädchen! Mit der 1:0 Führung ging es in die Kabine.

Was unsere Mädchen in der zweiten Halbzeit boten, war dann einfach Wahnsinn. Sie waren schon im ersten Spiel sehr konzentriert und fokussiert, aber man merkte ihnen auch die Unsicherheit an. Diese Konzentration und Fokussierung war auch in der ersten Halbzeit gegen den FFC sehr stark. Wir nahmen uns vor, dass wir in der zweiten Halbzeit noch mutiger und offensiver werden, ohne die Organisation zu verlieren. Wir wollten den Sieg erzwingen.

Die Umsetzung der Mädels war einfach unfassbar stark, jede Einzelne der oben genannten Kinder spielte an ihrer Leistungsgrenze. Sie waren unglaublich ehrgeizig, engagiert und voller Herz und Leidenschaft. Sie wollten diesen ersten Heimsieg und ihre ersten drei Punkte. So gewinnt man Spiele. Der Gegner wurde mit Beginn der zweiten Halbzeit faktisch in deren eigener Hälfte eingeschnürt und es rollte ein Angriff nach dem anderen auf das FFC Tor zu. In der 31. Minute war der Druck dann so groß, dass Matia das erlösende 2:0 erzielte. In der Folge blieben die Mädels mit gleicher Leidenschaft dran und erzwangen das Eigentor zum 3:0 in der 36 Minute. Mit jeder Minute wurden die Mädchen selbstsicherer und wollten mehr. Das führte dann zum Doppelpack von Matia in Minute 41 und 44. Das 5:1 für den FFC in der Nachspielzeit war verdient und tat der phantastischen Leistung keinen Abbruch.

Sollten in einen Spielbericht nun abschließend die besten Spielerinnen benannt werden, so ist das für dieses Spiel nicht möglich. Angefangen vom Tor über die Abwehr bis nach vorn hat jede ein unglaublich starkes Spiel gemacht. Selbst die Einwechslungen fügten sich nahtlos in das Leistungsniveau. Wenn abschließend vielleicht doch die stärkste Spielerin benannt werden muss, dann war es das Team! Es macht mich unglaublich stolz, wie alle Mädchen auf und neben dem Platz füreinander da waren, sich unterstützt und geholfen haben. Sie haben keinen Meter ohne Gegenwehr hergegeben und diesen Sieg als Team errungen! Der Lohn waren strahlende Gesichter und 4 Punkte nach zwei Spielen!